Erziehungskurs beim Schäferhundeverein Trebur
Erziehungskurse bringen Vierbeinern unter anderem Grundgehorsam und Sozialverhalten bei. Damit das Zusammenleben mit dem vierbeinigen Freund auch richtig Freude macht, muss der Hund auf seinen Besitzer hören. Dabei ist die Größe des Tieres erst einmal zweitrangig. Je größer der Hund, umso wichtiger ist aber ein Erziehungskurs. Beim Schäferhundeverein hat am Sonntag ein solcher Kurs begonnen. Der Erziehungskurs werde mit allen Hunderassen, egal welchen Alters, durchgeführt, erklärt Meike Zierstedt vom Verein. Am Sonntag hatten sich drei große und zwei kleine Hunde mit ihren Besitzern auf dem Gelände im Feld Richtung Geinsheim eingefunden. Nach einem ersten Kennenlernen und Beschnuppern trennen sich die Gruppen. Für die beiden Welpen gibt es ein anderes Training als für die älteren Hunde. Um die Welpen kümmert sich Zierstedt, die zweite Gruppe wird von Yvonne Scharnagl geleitet. Neben der Grunderziehung und der Vermittlung von Grundgehorsam soll die Bindung an den Hundeführer gefestigt werden. Auch für allgemeine Fragen zur Hundeerziehung und -haltung stehen die Vereinsmitglieder zur Verfügung. Ebenso soll das Sozialverhalten der Tiere verbessert werden. Für den gemeinsamen Spaß von Hundehalter und Tier steht ein kleiner Agility-Parcours zur Verfügung. Mit kleinen Suchspielen soll das Interesse der Hunde am Unterricht gesteigert werden. Bei ganz speziellen Problemen kann der Unterricht auch darauf abgestellt werden. „Wir gehen auf Alltagsprobleme ein“, versichert Zierstedt. Für Silke Bachen aus Rüsselsheim ist der Bereich Sozialverhalten das große Thema. Hund Milli kam aus dem Tierheim und reagiert teilweise sehr heftig auf andere Hunde. Beim gemeinsamen Training hofft sie, ihr das Ziehen an der Leine abgewöhnen zu können. „Sie soll einfach besser hören“, beschreibt Silke Bachen ihre Vorstellungen. Vom Kurs hatte sie aus der „Main-Spitze“ erfahren, erzählt sie weiter. Und da sie früher auf der Hessenaue gewohnt hat, habe sie sofort die Gelegenheit dieses Angebots ergriffen. Zum Kurs war die gesamte Familie mitgekommen. Beim Beschnuppern durften die Kinder noch mit dabei bleiben, später wurden sie mit dem Papa zum Fußballspielen geschickt. Nur so könne die Bindung an den Hundeführer gefestigt werden, hatte Zierstedt erklärt. Größere Kinder können allerdings schon an dem Kurs teilnehmen. Sie müssen dazu allerdings von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Und für das Tier muss eine Tierhalterhaftpflicht und ausreichender Impfschutz nachgewiesen werden.
Quelle Main-Spitze
